Deutsche Mastersmeisterschaften "Kurze Strecken" in Gera
- 20. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Für einige Bundesländer schon in den Sommerferien gelegen, fanden vom 17.07.-19.07.2026 in Gera die Deutschen Mastersmeisterschaften "Kurze Strecken" statt.
822 Masters aus dem ganzen Bundesgebiet hatten ihre Meldungen für diese Meisterschaft abgegeben um ihre Saison sportlich ausklingen zu lassen oder sich auf die im August anstehende EM vorzubereiten.

Fotos Copyright Z88 Berlin: Blick auf das Becken beim Einschwimmen
Der Wettkampf begann am Freitag um 10 Uhr mit den 4x50m Lagen Mixed Staffeln und gleich im ersten Lauf wurde ein neuer Deutscher Rekord geschwommen.
Das Team des SV Blau-Weiß Bochum (Ingrid Keusch-Renner, Martin Günter Probol, Klaus-Uwe Becker, Heli Houben) verbesserte den Rekord der AK 320-359 Jahre auf 3:33,51 Min.
Nach den Staffeln folgten die 100m Freistil. Laut Protokoll und den DSV Rekordlisten stellte hier Helga Reich (SC Wiking Herne 1921) in 2:07,82 Min. einen neuen Deutschen Rekord der AK 90 auf. Sie war jedoch bei den Deutschen Mastersmeisterschaften "Lange Strecken", die im März in Stuttgart stattfanden als Angangszeit über 1500m Freistil in 2:03,73 Min. schon schneller. Warum diese Zeit nicht als Deutscher Rekord geführt wird ist uns nicht bekannt.
Obwohl es im Onlineprotokoll nicht vermerkt ist, müsste Jeanette Seitz ( SSV Ulm 1846) über 100m Brust, in 1:21,16 Min. einen neuen Deutschen Rekord der AK 50 geschwommen sein.
Bei den Männern fielen über diese Strecke zwar keine neuen Rekorde, aber es gab schnelle und spannende Rennen zu sehen. Als Beispiel sei hier die AK 55 der Männer genannt. Hier siegte Dirk Hoffmann (SG Neukölln Berlin) in 1:16,95 Min. mit 1/100 Sek. Vorsprung vor Steffen Schmolke (SC Delphin Wittenberge).
Der Vormittagsabschnitt wurde mit den 4X50m Freistil Staffeln (jeweils weiblich und männlich) beendet.
Die Frauen der SG Neukölln Berlin (Christiane Busert, Brigitte Merten, Christiane Schmeiduch-Holz, Dagnar Dilling) verbesserten den Deutschen Rekord der AK 280-319 Jahre auf 2:27,74 Min.
Die Männer der SV Schwäbisch Gmünd (Thomas Arnold, Otto Horvath, Winfried Hofele, Roland Aubele) schlugen in der AK 320-359 Jahre in 2:36,80 Min. ebenfalls mit neuem Deutschen Rekord an. In der AK 120-159 siegte eine, wie das Protokoll vermuten lässt, Familien-Staffel (Mark, Tim, Lars und Martin Hetzel vom TSV Neuburg)
Fotos Copyright Z88 Berlin
Nach der Mittagspause ging es ebenfalls mit Staffeln, und zwar den 4x50m Lagen (jeweils weiblich und männlich) weiter.
Erneut waren es die Frauen der SG Neukölln (Dagmar Dilling, Brigitte Merten, Christiane Busert, Christiane Schmeiduch-Holz) die in 2:51,15 Min. für einen neuen Deutschen Rekord der AK 280-319 Jahre sorgten.
Um mehr als 4 Sekunden verbesserten die Männer der SG Wuppertal (Jochen Bruha, Ralph Schallon, Peter Nocke, Folkert Meeuw) mit ihrer Zeit von 2:22,02 Min. den Deutschen Rekord der AK 280-319 Jahre.
Es folgten hochklassige Rennen über die 100m Rücken.
Gabriele Brkowski (SV Hagen 1894) siegte in der AK 65 in 1:28,69 Min. und lag mit ihrer Zeit nur 17/100 Sek. über dem Deutschen Rekord.
Bei den Männern der AK 65 schwamm Peter Wiese (Bremischer Schwimmverein) in 1:13,09 Min. zum Deutschen Rekord.
Über 50m Schmetterling gab es dann sogar einen Weltrekord (und Europa-, sowie Deutschen Rekord) zu vermelden. Helga Reich (SC Wiking Herne 1921) verbesserte den 14 Jahre alten Weltrekord der AK 90 auf 1:21,35 Min.
Jennifer Thater (SG Dortmund) verbesserte ihren eigenen Deutschen Rekord der AK 35 um 1/100Sek. auf 0:28,45 Min.
Einen weiteren Deutschen Stafffel-Rekord, der AK 280-319 Jahre, sicherten sich die Frauen der SG Neukölln Berlin (Dagmar Königstein, Brigitte Merten, Monika Senftleben, Andrea Kunkel) über 4x100m Freistil in einer Zeit von 6:03,29 Min.
Der erste Wettkampftag endete um 17:25 Uhr.
Auch der Samstag begann mit einem Deutschen Rekord im ersten Lauf des Wettkampfes.
Die Frauen des ESV Frankfurt(Oder) 1948 ( Ramona Horn-Makoschey, Diana Herrmann, Solveig Seidel, Kerstin Macht) verbesserten den Rekord der AK 240-279 Jahre über 4x100m Lagen auf 5:58,92 Min.
Die 100m Schmetterling blieben zwar rekordlos, aber deshalb nicht weniger spannend. Auch hier gab es beeindruckende Ergebnisse.
Schnell ging es auch über die folgenden 50m Freistil zur Sache. Katja Otto (SG Stadtwerke München) sprintete in 0:27,44 Min. zum Deutschen Rekord der AK 45.
Kai Dorau (SGS Hannover) schwamm in 0:26,40 Min. zum Deutschen Rekord der AK 60.
Der Vormittagsabschnitt wurde mit den 4x100m Lagen Mixed Staffeln beendet.
Auch am Nachmittag machten die Staffelwettbewerbe (4x50m Freistil Mixed) den Anfang.
Im Anschluss ging es über die kürzeste Brustdistanz (50m Brust) hoch her. Erwähnenswert sind hier z.B. Jeanette Seitz, die in 0:36,79 Min. lediglich 7/100 Sek. über dem Deutschen Rekord der AK 50 anschlug. Außerdem gab es viele sehr knappe Rennausgänge zu sehen, wie z.B. bei den Männern der AK 55, wo sich Karsten Grote (SSF Bonn) und Steffen Schmolke (SC Delphin Wittenberge) in 0:33,85 Min. den Sieg teilten oder auch die Männer der AK 35, wo den Sieger Marcus Protzke (HNT Hamburg) und den Zweitplatzierten Johannes Riesselmann (SG Dortmund) lediglich 1/100 Sek. trennten.
Die letzte Strecke des Tages waren die 200m Freistil.
Erneut war es Helga Reich (SC Wiking Herne 1921) die für einen Deutschen Rekord sorgte. Mit ihrer Endzeit von 4:10,70 Min. verbesserte sie den Rekord der AK 90 deutlich. Außerdem schwamm sie die 100m als Angangszeit in 2:01,78 Min. schneller, als bei ihrem Rekord am Vortag und müsste daher nun als neuer Deutscher Rekord gelistet werden.
Um 16:00 Uhr war der Wettkampftag beendet.
Am Sonntag wurde nur ein Abschnitt geschwommen. Um 9:00 Uhr ging es mit den 4x50m Schmetterling Staffel los.
Über 50m Rücken erschwamm sich Peter Wiese (AK 65/ Bremischer Schwimmverein) in 0:33,07 Min. seinen zweiten Deutschen Rekord bei dieser Meisterschaft. Deutscher Rekord Nummer 3 folgte für Peter Wiese dann bei den 200m Lagen, die er in 2:42,51 Min. zurücklegte.
Die letzten Rennen der Veranstaltung gab es über 4x100m Freistil Mixed zu sehen.
Das Team des SV Blau-Weiß Bochum (Ingrid Keusch-Renner, Heli Houben, Martin Günter Probol, Klaus-Uwe Becker) siegten in der AK 320-359 Jahre mit neuem Deutschen Rekord in 7:39,93 Min.
Um 11:54 Uhr waren die letzten Rennen der Deutschen Meisterschaft beendet.
Auf unserem Instagram Kanal gibt es in den „Highlight“ eine Menge Fotos die im Laufe der Tage von den verschiedenen Vereinen / Sportlern etc. gepostet wurden.

Wir wünschen allen eine gute Erholung.
(Rekorde vorbehaltlich der Anerkennung durch die jeweiligen Schwimmverbände)







Kommentare