Masters EM Samorin Freiwasser
- vor 16 Stunden
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Im Anschluss an die Beckenwettbewerbe fanden in Samorin vom 26.-28.08-2026 die Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen statt.
Wer am Anfang der Masters EM in den Kanal, in dem geschwommen werden sollte, blickte, fragte sich evtl. ob das eine gute Idee sei. Es sah wirklich nicht einladend aus.
Mindestens eine Schwimmerin testete die Freiwasserstrecke schon während der Beckenwettbewerbe und kam mit einem Ausschlag am ganzen Körper wieder aus dem Kanal.
Es wurden dann aber im Laufe der Tage die Wasserpflanzen oberflächlich abgemäht, so dass die Wettkampfstrecke zu den Wettkämpfen hin deutlich besser aussah.
Am ersten Tag standen die Staffelrennen auf dem Programm: 4x1000m , jeweils männlich, weiblich und mixed.
Lediglich 29 Staffeln (über alle Wertungsklassen verteilt) hatten sich gemeldet.
Der erste Start sollte eigentlich um 9 Uhr erfolgen, da die Wassertemperatur aber unter 18 Grad lag, wurde der Start auf 11 Uhr und später noch einmal auf 12 Uhr verschoben (als man dann eine Stelle gefunden hatte, wo die Wassertemperatur 18 Grad betrug).
Aus deutscher Sicht waren zwei Staffeln am Start und beide traten in der Mixed-Staffel der AK 80+ an (in diese Wertung rutschte man automatisch, sobald ein Starter/Starterin der AK 20 angehörte). Beide Teams wurden mit Medaillen belohnt.
Der DSC 1898 Dresden (Moritz Haase, Sarah Rößler, Leonie Glasewald, Björn Rößler) schwamm in 57:15,68 Min. zum EM-Titel. Vizemeister wurden die Masters des ASC Göttingen 1846 (Daniel Gerbode, Stephanie Schwank, Claudia Timmermann, Holger Ludwig) in einer Zeit von 1:00:30,23 Std.
Bilder Copyright S.R.: Bild 1: Der Wechsel auf den letzten Schwimmer der Dresdener. Bild 2: die Europameister v.l.n.r.: Sarah, Moritz, Leonie, Björn. Bild 3: Die Siegerehrung: links das Team aus Göttingen, daneben die Masters vom DSV 1898 Dresden.
Auch die Startzeiten für den zweiten Wettkampftagen wurden schon im Vorfeld mehrfach verschoben, um auf eine Mindestwassertemperatur von 18 Grad zu kommen. An diesem Tag wurde die kurze Distanz, von 1,5km geschwommen. Die Frauen durften beginnen. Zwei Schwimmerinnen wurden disqualifiziert, da sie die Bojen falschherum umschwommen haben. Eine Schwimmerin schwamm nicht zu Ende.
Annemarie Lüdicke (TV Gut Heil Zerbst / AK 85-89) schwamm als älteste Starterin in 35:51,83 Min. zur Goldmedaille.
Bronze in der AK 65-69 erschwamm sich Regina Dobschin (BSC Robben Berlin) in 23:02,12 Min.
Ina Ziegler (Berliner TSC) schlug nach 19:48,21 Min. als Vizemeisterin der AK 60-64 an.
In einem spannenden Rennen, bei dem am Ende Platz eins und vier gerade einmal 3,12 Sekunden trennten, gewann Carla Beckmann (Wfr. Bielefeld) in einer Zeit von 18:37,08 Min. die Bronzemedaille der AK 40-44. Sabine Zimmermann schlug, in ihrem ersten Freiwasserrennen, in 18:39,09 Min. knapp dahinter an.
Europameisterin der AK 35-39 wurde Jenny Wachsmuth (USV TU Dresden) in 18:32,39 Min.
Als schnellste, aller Frauen, sicherte sich Alisa Fatum-Böker (SSV Leutzsch) in 17:44,12 Min. souverän Gold der AK 30-34.
Sara Gäbler (SG TSG HB Bremen 10) kam nach 17:58,55 Min. als Siegerin der AK 25-29 ins Ziel.
Die Goldmedaille der AK 20-24 ging an Claudia Timmermann (ASC Göttingen 1846) in einer Zeit von 20:44,08 Min. Silber erschwamm sich in dieser Altersklasse Janina Kasimir (SG Rhein-Sieg) in 23:07,69 Min.
Bei den Männern der AK 75-79 gab es einen Doppelerfolg. Hier siegte Helmut Hertelendy (SV Hof 1911) in einer Zeit von 24:48,09 Min. Als Zweiter schlug Michael Metz (USV TU Dresden) nach 26:23,14 Min. an.
Vizemeister der AK 70-74 wurde Rainer Fritsche (Berliner TSC) in 22:37,76 Min.
Die Männer der AK 30-34 boten ein spannendes Rennen. Christian Hemker (SG Rhein-Sieg) schlug mit einer Zeit von 16:58,74 Min. als Zweiter an. Bronze sicherte sich, kaum sichtbar dahinter, Bastian Schorr (SG Bamberg) in 16:59,01 Min.
Ähnlich eng ging es in der AK 25-29 zwischen Gold und Silber aus. Vasileios Tekidis (SG Glems) schwamm in einer Zeit von 16:47,53 Min. zum Vizetitel. Er kam nur 39/100 Sek. später, als der italienische Sieger an. Die Bronzemedaille in dieser Altersklasse gewann Marcus Joas (TV 1860 Immenstadt) in 17:20,77 Min.
Bild 1: Start beim freiwasser. Bild 2: Während des Rennens Bild 3: Siegerehrung AK 35 mit Jenny (Mitte) Bild 4: Siegerehrung AK 25 mit Sara (Mitte) Bild 5: Siegerehrung AK 30 mit Alisa (Mitte). Bild 6: Siegerehrung AK 40 mit Carla (rechts) Bild 7: Die Medaillengewinnerinnen der AK 35 mit Jenny (Mitte). Bild 8: Alisa (links)und Sara (rechts) waren die schnellste bzw. zweitschnellste Frau im ganzen Teilnehmerfeld Bild 9: Alisa während ihres Rennens
Am dritten und letzten Tag ging es dann über die doppelte Distanz (3km) in den Kanal. Diesmal durften die Männer beginnen. 4 Schwimmer/innen wurden wegen fehlerhafter Umrundung der Bojen disqualifiziert. Eine davon zusätzlich wegen Behinderung anderer Schwimmerinnen aus einer anderen Startgruppe. 5 Starter/innen beendeten das Rennen vorzeitig.
Obwohl auch im Protokoll vermerkt ist, dass ein Schwimmer eine Uhr während des Rennens trug, wurde dieser laut Protokoll nicht disqualifiziert. Ebenfalls im Protokoll ist vermerkt, wer zu spät im letzten Call Room war.
Joachim Hintze (SG Neukölln Berlin) wurde in einer Zeit von 55:57,94 Min. Vizemeister der AK 80-84.
Wie auch schon am Vortag siegte Helmut Hertelendy in der AK 75-79 in 52:55,05 Min. Nach Silber über die halbe Distanz gab es in dieser Altersklasse nun Bronze für Michael Metz in einer Zeit von 57:41,23 Min.
Seine zweite Bronzemedaille sicherte sich Bastian Schorr (AK 30-34) in einer Zeit von 34:55,43 Min.
Den gleichen Rennausgang wie am Vortag gab es in der AK 25-29. Vizemeister wurde erneut Vasileios Tekidis in 34:02,98 Min. Nach 35:13,13 Min. kam Marcus Joas als Dritter ins Ziel.
Silbermedaille Nummer zwei gewann Ina Ziegler (AK 60-64) in 41:08,06 Min.
Nach Bronze konnte sich Carla Beckmann (AK 40-44) nun in einer Zeit von 38:10,57 Min. den EM-Titel erkämpfen. Hier ging es erneut sehr eng zu. Die nach der Hälfte führende Italienerin kam als Dritte an, wurde aber wegen Behinderung und falscher Umrundung der Boje disqualifiziert.
Ihre zweite Goldmedaille gewann Jenny Wachsmuth (AK 35-39) in 38:15,22 Min.
Erneut als schnellste aller Frauen kam Alisa Fatum-Böker nach 35:49,92 Min. als Siegerin der AK 30-34 an.
Sara Gäbler schwamm in 37:42,79 Min. zu Silber der AK 25-29 (ebenfalls ihre zweite Medaille bei den Freiwasserwettbewerben).
14/100 hinter der französischen Siegerin der AK 20-24 schlug Leonie Glasewald (DSC 1898 Dresden) nach 40:51,81 Min. als Vizemeisterin an. Über Bronze in einer Zeit von 42:19,04 Min. (zusätzlich zu Gold vom Vortag) konnte sich Claudia Timmermann freuen.
Bild 1: Carla (Mitte) bei ihrer Siegerehrung der AK 40. Bild 2: Alisa (Mitte) bei ihrer Siegerehrung der AK 30. Bild3: v.l.n.r. Alisa, Sara, Jenny und Carla mit ihren Medaillen. Bild 4 & 6: Alisa mit ihren EM-Medaillen Bild 5: Jenny (Mitte) und Olga (rechts) stoßen mit der finnischen "Konkurrenz" an
Somit war die EM für die Schwimmer beendet. Mehrere StarterInnen berichteten im Nachhinein erneut von Ausschlag, welcher wohl von Zerkarien herrühren soll. Auch Würfelnattern wurden gesichtet, diese sind aber völlig ungefährlich und typisch für Gewässer in Mitteleuropa (danke für den Tipp).
Es bleibt die Frage im Raum, ob der Austragungsort der Freiwasserwettbewerbe gut ausgewählt wurde.
Herzlichen Glückwunsch an alle Masters. Wir finden es beeindruckend bei den niedrigen Wassertemperaturen die Strecken zu schwimmen. Wir hoffen, dass alle gesund wieder nach Hause gekommen sind.
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